#freelancerfreuden

Über Geld spricht man ja nicht, heißt es ja. Nach einem Jahr Selbstständigkeit scheint es aber an der Zeit zu sein, dass ich mal etwas los werde. Damit meine ich nicht mein Einkommen, ich kann gut davon leben - danke der Nachfrage (der Porsche ist aber noch nicht drin). Nein, ich meine die Zahlungsmoral. Zum Glück wurden bis jetzt alle Rechnungen beglichen, auch eine richtige Mahnung war noch nicht nötig.
Gründe dafür hätte es allerdings genug gegeben.

Denn liebe Auftraggeber, wenn ich über Wochen hinweg nur für euch arbeite, wäre das kein Grund eine Rechnung auch pünktlich zu zahlen? Oder wenigstens nach einem Monat, wenn 14 Tage zu knapp sind? Gründe (oder Ausreden) eurerseits gab es genug: Vergessen, Urlaub, Krankheit. Glücklicherweise gibt es genug Anfragen, damit kann ich mir den Luxus leisten, für zahlungsunfreudige Kunden einfach nicht mehr zu arbeiten.

Ich meine, es zeugt doch von Wertschätzung meiner Arbeit, wenn ich dafür pünktlich entlohnt werde. Jeder hat seine Rechnungen zu zahlen, vom Finanzamt fange ich gar nicht erst an.
Und dann war da auch noch $kunde, der seine Rechnung erst nach zwei Monaten trotz mehrmaliger Nachfrage nicht begleicht. Dieser zahlte dann endlich, und schickte im selben Atemzug einen Folgeauftrag. Äh, nein. Darauf kann ich verzichten. Vor allem, wenn ich danach eine längere Email bekomme, in der das Wort „Entschuldigung“ nicht mal angedeutet wird.

Aber wahrscheinlich macht man das heute so. Dann aber nicht wundern, wenn ich die Zusammenarbeit beende.

Die Mehrheit meiner Kunden zahlte übrigens sehr schnell, dafür bin ich sehr dankbar.